Bildschirme
Neben den herkömmlichen Röhrenbildschirmen sind verschiedene Varianten für Fernsehgeräte erhältlich, die allerdings in der Regel deutlich teurer sind. Dennoch haben Flachbildschirme längst den größten Anteil am Markt erobert.
Flüssigkristallbildschirm / LCD-Bildschirm
Der Flüssigkristallbildschirm (engl. Liquid crystal display – LCD) nutzt winzige Flüssigkristalle, um die Polarisationsrichtung des Lichts mittels elektrischer Spannung zu beeinflussen. Viele tausend kleine Bildpunkte in den drei Grundfarben können einzeln an- und ausgeschaltet werden, um das Hintergrundlicht durchzulassen und zu leuchten oder dunkel zu bleiben. Aus einiger Entfernung betrachtet ergibt sich so ein buntes Gesamtbild. Elektronische Kleingeräte wie Mobiltelefone, Navigationsgeräte und Digitalkameras verwenden diese Technik. Da die LCDs vergleichsweise wenig Strom verbrauchen und in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert wurden, gehen Experten davon aus, dass sie den Markt für PC-Bildschirme und Fernsehgeräte in absehbarer Zeit dominieren werden.
Plasmabildschirm
Plasmabildschirme nutzen Leuchtstoffe, die von Plasma (ionisiertem Gas) zum Aussenden von farbigem Licht angeregt werden. Bislang finden sie in erster Linie als Fernsehbildschirme Anwendung. Da Kontrast und Helligkeit hervorragend sind, kann der Bildschirm auch von einem großen Seitenwinkel betrachtet werden, ohne dass „Negativ-Effekte“ auftreten. Plasmaschirme mit hoher Auflösung sind wegen der aufwendigen Herstellung momentan sehr teuer. Bei einem Dauerbetrieb mit Standbildern können sich Farben „einbrennen“, außerdem werden die Bildschirme sehr heiß, sodass sie teilweise einen eigenen Lüfter brauchen.
OLED-Bildschirm
Die organische Leuchtiode (OLED) setzt sich aus halbleitendem, organischem Material zusammen, dass besondere Eigenschaften bietet. Als Kleindisplays zum Beispiel auf Handy, MP3-Playern oder andern Miniaturgeräten sind die stromsparenden und leuchtstarken Displays als Monochrom-Variante schon im Einsatz. Die ersten Bildschirme sollen Ende 2007 von Sony veröffentlicht werden. OLED-Bildschirme lassen sich auf nahezu jedem Material anbringen, sie sind biegsam, bieten ein helles Bild und scharfen Kontrast, brauchen wenig Strom und können von einem breiten Winkel betrachtet werden. Dafür ist ihre (voraussichtliche) Lebensdauer vergleichsweise gering. Neben PC-Bildschirmen und elektronischem Kleingerät sind Anwendungen auch als elektronisches Papier und als Displays auf Textilien denkbar.
Beamer
Unter einem Videoprojektor, umgangssprachlich Beamer genannt, versteht man einen Projektor, der die visuellen Anzeigen eines DVD-Players, Videorekorders oder PCs in stufenlos variabler Größe an eine Projektionsfläche wirft. Es gibt inzwischen sieben verschiedene Projektionsverfahren (Röhrenprojektion, LCD, DLP, LED, LCOS, Laser). Je nach Verfahren und Bildformat kosten Beamer mittlerweile 500 - 1400€. Besonders beim „Heimkino“ spielen sie auch im Bereich privater Nutzung zunehmend eine wichtige Rolle. Für optimalen Filmgenuss sind Geräte im 16:9-Bildformat empfehlenswert. Inzwischen sind auch Beamer mit integrierten Lautsprechern erhältlich. Wer den Beamer als konventionellen Fernsehbildschirm verwenden möchte, muss einen Receiver zwischenschalten.