DVD

Die DVD oder „Digital Video Disc“ kam 1995 als digitale Alternative zur Videokassette auf den Markt. Sie konnte sich schnell etablieren und ist bis heute das zentrale Filmspeichermedium. Die DVD zählt zu den optischen Datenspeichern und erinnert vom Aussehen her an eine CD, kann aber wesentlich mehr Daten speichern, inzwischen mehrere Gigabyte. Ursprünglich wurde sie nur als Video-Speichermedium entwickelt, fand aber rasch auch in anderen Bereichen (z.B. PC-Software) Anwendung, weshalb der Begriff „Digital Video Disc“ heute umstritten ist - „Digitale Versatile Disc“ wird ebenso häufig gebraucht. Verschiedene Nachfolgeformate sind momentan auf dem Markt, konnten sich bislang aber noch nicht durchsetzen, weil zahlreiche internationale Konzerne sich an der Entwicklung jeweils nur eines der beiden dominanten Formate (Blu-Ray und HD-DVD) beteiligt haben und mit ihren Produkten Einfluss auf die Verbreitung nehmen. So konnte beispielsweise Sony das Blu-Ray-Format unterstützen, indem es in die PlayStation3 einen entsprechenden Player einbaute.

Blu-Ray

Die Blu-Ray-Disc ist ein optisches Speichermedium und wird als potenzieller Nachfolger der DVD entwickelt. Sie hat eine wesentlich höhere Speicherkapazität von 25 (einlagig) bis zu 50 Gigabyte (zweilagig) und liefert dementsprechend höhere Bildqualität. Zurzeit kostet ein Film auf Blu-Ray etwa genauso viel wie auf DVD, die Abspielgeräte sind aber (momentan) deutlich teurer, außerdem dauert es hardwarebedingt 20 bis 40 Sekunden, ehe eine Blu-Ray-Disc eingelesen wird. Blu-Ray wird derzeit von Panasonic, Pioneer, Philips, Sony, Thomson, LG Electronics, Hitachi, Sharp und Samsung unterstützt.

HD-DVD

Seit 2006 ist die HD-DVD als Nachfolger der klassischen DVD auf dem Markt. Ihre Speicherkapazität beträgt 15 (einlagig), 30 (zweilagig) oder 51 (dreilagig) Gigabyte, damit ist sie mit der Blu-Ray-Disc grundsätzlich vergleichbar. Es gibt verschiedene Disctypen, wobei der Typ 2 („Advancend Content“) am Interessantesten ist: Nicht alle Inhalte müssen hierbei auf dem Datenträger vorliegen, zusätzliche Informationen können aus dem Internet bezogen werden. Die HD-DVD kann keine der Blu-Ray-Disc vergleichbare Marktpräsenz vorweisen. Bislang sind nur eine Handvoll HD-DVD-Player erhältlich, nicht selten haben sie mit technischen Mängeln zu kämpfen. Allerdings scheint sich eine Episode aus der Geschichte der Videokassette zu wiederholen: Das technisch nicht ausgefeilte Format VHS konnte sich im Consumer-Bereich gegen Beta durchsetzten,  weil die amerikanische Filmindustrie nahezu ausschließlich auf VHS veröffentlichte. Heute wollen viele Filmproduzenten sich auf HD-DVD konzentrieren, weil die Produktionskosten (scheinbar) geringer sind als bei Blu-Ray. HD-DVD wird neben anderen von NEC, Microsoft, Toshiba, Intel, IBM, Hewlett Packard und Time Warner entwickelt.

Festplattenrekorder

Ein Festplattenrekorder ist ein Gerät, das, im Gegensatz zu herkömmlichen Geräten wie Video- oder DVD-Rekorder, die Aufzeichnung nicht auf einem externen Medium (Videokassette, DVD) speichert, sondern auf einer internen Festplatte. Alternativ zum Fertiggerät kann auch ein PC mit einer TV-Karte als Rekorder verwendet werden. Diese digitalisierte Aufnahme hat mehrere Vorteile gegenüber den analogen Verfahren: So bleibt die Qualität der Aufnahme auch bei mehrfachem Anschauen gleich, lästiges Vor- und Zurückspulen entfällt, außerdem bietet sich die Möglichkeit zu zeitversetztem Fernsehen. Das heißt, dass eine Sendung, die gleichzeitig aufgezeichnet wird, von Anfang an betrachtet werden kann, auch wenn man den Anfang der Ausstrahlung verpasst hat; genauso kann sie beliebig unterbrochen und wieder fortgesetzt werden. Das Programmieren der Aufnahmezeiten- und Kanäle ist wesentlich einfacher als bei analogen Rekordern, zudem bieten Festplattenrekorder einen Speicher von bis zu 500 GB. Das entspricht, je nach Aufnahmequalität, einigen hundert Stunden Programmvorrat. Viele Festplattenrekorder sind zudem mit einem DVD-Brenner ausgestattet, sodass dass das Brennen aufgezeichneter und von Werbung befreiter Sendungen auf DVD möglich ist.